weitere Obsessionen

Unsere Obsessionen, Leidenschaften, Vorlieben...

Ankle Boots

Die Mutter aller coolen Schuhe. In einer versifften Bar nachts um vier genauso gut aufgehoben wie morgens um neun auf dem Velo oder später zur Galerie-Eröffnung. Dass Acne (grosses Bild oben) sein Modell "Pistol Boot" nennt, ist nicht mehr als ein glücklicher Zufall.

The Ballad Of Lucy Jordan

Was will frau von einem Song mehr?

Hüte

Unsere drei Lieblings-Hutmacher haben alle ihre eigene Art, Hüte in kreativer Handarbeit herzustellen. Besonders wenn es darum geht, den Modellen ihr Finish zu geben, sind sie erfinderisch; da spielt dann gerne mal Wasser oder Feuer eine Rolle. Der Südtiroler Reinhard Plank (rauchendes Modell) macht seit 2005 Hüte; heute in der Nähe von Florenz. Nick Fouquet, New Yorker mit interessanter Biografie, hat sein Atelier in Los Angeles. Alle seine Modelle werden mit Streichholz verkauft. Die Hüte von Horisaki kommen aus Småland, Südschweden, wo sie von einem schwedisch-japanischen Paar gefertigt werden.

Thelma & Louise

Zu diesem Film aus dem Jahr 1991 kehren wir wieder und wieder zurück.

Aus dem Soundtrack stechen zwei Songs raus: I Don't Wanna Play House von Tammy Wynette und The Ballad of Lucy Jordan (s. oben).

Lederjacken

Das vielseitigste Kleidungsstück. Gut eingetragen zudem "like a great big hug", wie es im Song "I Love My Leather Jacket" von The Chills heisst.

Reisetipps von Kreativen

In fremden Städten die richtigen Cafés, Bars, Restaurants, Kultur-Tipps und Läden finden, kann eine entmutigende Angelegenheit sein. Klassische Reiseführer bieten ein Überangebot, die Tipps der globalen Online-Gemeinde sind vom Mainstream glatt gewaschen. Alle Informationen durch den eigenen Filter sieben, kostet Zeit, die man nicht hat. Kreativen Menschen weist jetzt creative traveller einen Weg aus diesem Dilemma. Hier verraten Kreative im In- und Ausland Gleichgesinnten ihre Lieblingsorte.

Dabei decken sie die elementaren Bestandteile jedes Besuchs an einem neuen Ort ab: Wo beginnt morgens der Tag? Welche Kulturinstitution lohnt einen Besuch? Wo deckt man sich mit Büchern ein? Gibt es in einer globalisierten Welt Läden, die einen Abstecher Wert sind? Wo isst man — einfach, feierlich, Pizza? Und abschliessend: Wo kann man anständig trinken? Kommt aus der gleichen Küche wie She's Got A Gun.

Das richtige T-Shirt

...weil es so viele Worte erspart.

I Am Woman

Die Textzeile "I've been down there on the floor/No one's ever gonna keep me down again" allein...! Und dann, im Refrain:

I am strong
(strong)
I am invincible
(invincible)
I am woman

Helen Reddy, geboren 1941, hat für den Song 1972 einen Grammy gewonnen. In ihrer Dankesrede hat sie unter anderem Gott gedankt “Weil sie alles möglich macht”. 

You Lit My Fire

“You Lit My Fire”, die Hymne der schwedischen Sängerin Ane Brun, erinnert uns daran, dass wir nicht die Ersten sind, die für Gleichberechtigung aufstehen und marschieren. Ein kraftvolles Loblied auf die Frauen, die vor uns für Respekt und Anerkennung gekämpft haben.

Neben der Kraft der Worte und Musik gefällt mir auch die Option der feministischen Revolution als stilvolle Party, wie sie Regisseurin Lisa James Larsson darstellt. Die selbstbewusste Deklaration, dass der Feminismus viele Gesichter und unterschiedliche Dezibel-Stufen hat.

Spannende Unterkünfte für die Alltagsflucht
Hier stellen wir in unregelmässigen Abständen aussergewöhnliche Häuser vor.

 

Rosa Muerta, Joshua Tree, USA

In der Wüste unweit des Joshua Tree-Nationalparks liegt, allein, dieser ungewöhnliche Bau des Architekten Robert Stone. Er zeigt hier seine ganz eigene Vision guter zeitgemässer und ortspezifischer Architektur: Das komplett in schwarz (unserer Lieblingsfarbe!) gehaltene Haus kommt ohne geschlossene Wände und ohne komplettes Dach aus. Vielmehr erlaubt es, in und mit der umliegenden kargen Natur zu leben. Die grosse überdachte Terrasse etwa liegt eine halbe Etage unter dem Boden, was beim Blick nach draussen die seltene Perspektive, die die deutsche Sprache als die des Froschs bezeichnet, freigibt. Frösche allerdings findet man in diesem Klima keine; jedoch gelten wegen der offenen Bauweise die Regeln des Camping: Augen auf, um Kriechgetier aufzuspüren. Bei unserem Besuch etwa gab es zwei Mal Skorpione zu entfernen.

Gekocht wird, obwohl eine gut eingerichtete Küche zur Verfügung steht, auf dem Grill auf der Terrasse. Nach dem Essen bringt man das Weinglas wenige Schritte rüber zum Whirlpool. Ist das Gesprudel des Wassers und damit die Geräuschkulisse dann wieder verflacht, ein Feuer entzündet und die zweite Flasche Wein geöffnet, lauscht man wir befinden uns nach wie vor auf der Terrasse entweder den ungewohnten Klängen einer Wüstennacht oder man ehrt das Rock-Erbe und dreht seine Musik (in unserem Fall Pink Floyds Wish You Were Here) laut. Nachbarn, die das stören könnte, gibt es ja keine.

Geschlafen wird in Rosa Muerta eine weitere halbe Etage tiefer im Hauptraum des Gebäudes. Allein das Bett ist hier überdacht, auf beiden Seiten davon stehen Yucca-Palmen unter freiem Himmel; die Wüstenluft zirkuliert angenehm. Auch die grosszügige Dusche kommt ohne Dach aus Wände allerdings hat sie.

Wenig hat dann am nächsten Morgen die Archaik eines Kojoten, der gemächlich über die nahe gelegenen Hügel trottet, während man selbst, Kaffee in der Hand, der aufgehenden Sonne hier in Joshua Tree begegnet.


Rosa Muerta wird nur sehr selektiv vermietet;
dem Aufenthalt dort geht eine Art Bewerbungs-
Prozess direkt beim Architekten voraus.

Alle Informationen unter prettyvacantproperties.com

Rosa Muerta