Songs & Playlists

Es war 1975
(aus der Ausgabe vom 16. November 2020)

Ein Stück wie “Song Of The Soul” muss man aushalten; so kommt Musik heute nicht mehr daher.

Erstmals zu hören war es 1975. Erschienen auf dem Album “The Changer and the Changed” von Cris Williamson. Sie war damals 28, hatte bereits vier Platten aufgenommen, die erste mit 16, finanziert von Fans.

Ein Macherin war sie schon immer, zwischen Plattenaufnahmen und Auftritten studierte sie, arbeitete dann als Lehrerin. Half mit, die Gay-Community wachzurütteln. 1973 sinnierte sie während einem Radio-Interview mit der lesbischen Folksängerin Meg Christian über ein Plattenlabel, das Musik für lesbische Frauen veröffentlicht. Am nächste Tag hat Cris es als Allianz leidenschaftlicher junger Lesben gegründet: Olivia Records. Die erste LP des Labels war 1974 “I Know You Know”, Megs Debütalbum. Als zweite folge “Changer”. Heute wissen wir: Cris und Olivia haben Women’s Music dynamisiert wie wenig andere.

Über ihre Arbeit als Singer-Songwriterin sagt Cris: “If audiences feel what you hoped they would feel – and maybe even more – that you have moved them, then that's important. What's the use of any artist if the work doesn't move anybody? If it only moves you, that's not enough.”

Stimmt schon. Ein Stück wie “Song Of The Soul” muss man einfach erstmal aushalten.

Video didn’t kill the radio star
(aus der Ausgabe vom 16. November 2020)

Drei Radiofrauen und ihre Sendungen. Musik mit Anspruch. Gute Laune praktisch garantiert.

Moderna (oben)
Brave New Rave — donnerstags von 21 bis 23 h bei KCRW Berlin

Moderna erforscht den Einfluss Berlins auf Techno, Dark Disco und alternative Kultur und schaut dabei immer auch über Grenzen hinaus. Ihr Insta-Profil ist unter anderem ein Lehrstück für persönlichen Stil. 


Mary Anne Hobbs (Mitte)
6 Music — an Wochentagen morgens bei BBC Radio

Mary Anne hat die perfekte Radiostimme und ist bekennender Prince-Fan, was immer donnerstags in der “HouseQuake Playlist” zum Ausdruck kommt — ”a selection of tunes inspired by the spirit and delirious energy of Prince and designed to shake your worries away.”


Anne Litt (unten)
Morning Becomes Eclectic — täglich bei KCRW 

Anne ist beim von Frauen geführten Sender neben Moderatorin auch “Program Director of Music”. In ihrer Sendung gibt es Neuheiten, Live-Mitschnitte, Interviews und …den Wetterbericht, über den ich aber gerne die lauteKaffeemaschine laufen lasse. 

Herbst-Traum
(aus der Ausgabe vom 23. Oktober 2020)

Dreams, der Fleetwood Mac-Song aus der Feder von Stevie Nicks, ist ein grossartiges Herbstlied (“When the rain washes you clean, you'll know, you'll know”). Jetzt gibt es davon eine Coverversion von Lissie.

Hat Rock 'n' Roll die Antwort?
(aus der Ausgabe vom 26. März 2020)

Musik nimmt, bei mir mindestens, gerade einen noch wichtigeren Stellenwert ein als sonst. Was jetzt in den eigenen vier Wänden aus den Boxen klingt, scheint öfter mal eine tiefere Bedeutung anzunehmen als vor Covid-19.

Hier die Songs und die Textzeilen, die mir in den letzten Tagen diesbezüglich aufgefallen sind.


Willow von Joan Armatrading 

“I said I'm strong/Straight/Willing/To be a/Shelter/In a storm”

 

Redesigning Women von The Highwomen

“How do we do it?/How do we do it?/Making it up as we go along”

 

Ska De La Tierra von Bebe

“La tierra tiene fiebre necesita medicina”

 

Absent Friends von The Divine Comedy

“Absent friends, here's to them/And happy days, we thought that they would never end/…/Raise your glasses then to absent friends”

 

Our House von Crosby, Stills, Nash & Young 

“Play your love songs all night long for me, only for me”

Reason With Me von Sinéad O'Connor

“Oh, so long I've been a junkie/I ought to wrap it up and mind my monkeys”

 

You Can Never Hold Back Spring von Tom Waits

“You can never hold back spring/Even though you've lost your way/The world keeps dreaming of spring”

 

'13: Big Enough For Both Of Us von The Magnetic Fields

“This heart is big enough for both of us/But you're three thousand miles away”

 

A Telephone Call Away von Bill und Kori Withers 

“Anytime, anytime, anytime of the night or day/I will be just a telephone call away”

 

We're Only People von Father John Misty

“Oh, friends, all my friends/Oh, I hope you're somewhere smiling/Just know I think about you more kindly than you and I have ever been/And I'll see you the next time around the bend”

Endlich Bill
(aus der Ausgabe vom 21. Januar 2020)

Wer Bill Fay bisher nicht im imaginären Büchlein guter Musik hat, mag sich vielleicht über sein neues Album — ein ruhiges und berührendes Alterswerk — an das recht überschaubare Schaffen des Engländers herantasten. Es lohnt sich.

“Countless Branches” ist am Freitag erschienen; als Anspieltips empfehle ich: 

What about the heart?
(aus der Ausgabe vom 10. Oktober 2019)

Der Herbst 2019 hat seine Hymne: “Lark” von Angel Olsen. In ihrem  charakteristischen Vibrato und randvoll mit Gefühl präsentiert uns die 32-Jährige ihre Ballade über das schmerzhafte Ende einer Liebe.

Anteil nehmen
(aus der Ausgabe vom 20. September 2019)

Vielleicht ist es der nahende Herbst, vielleicht ist es die Weltlage. Auf jeden Fall kann ich gerade nicht genug bekommen von diesem Song, der Zuneigung und Anteilnahme proklamiert: “Sympathy”, 1969 von der Prog-Rock-Band Rare Bird aufgenommen.

Akustische Medizin
(aus der Ausgabe vom 21. Januar 2019)

Dieser Song von Get Well Soon hilft nicht nur bei Winter-Grippe.

Angel Of The Morning
(aus der Ausgabe  vom 20. Dezember 2018)

Rund um Weihnachten kann es ja durchaus geschehen, dass man dem Kitsch erliegt. Die Lichter! Die Düfte! Die Vorfreude! Der billige Glühwein… Und oft auch: Die schöne Musik. Stille Nächte, trommelnde Buben und vielleicht sogar ein Engeli oder zwei.

Überkommt dabei nur mich der Drang, die ganze weltfremde Perfektion zu unterwandern? Subtil, natürlich. Ich will ja niemandem die Freude nehmen.

Also streue ich in die Musik, die diese überzuckerte Verzückung begleitet, Varianten des Songs “Angel Of The Morning” ein. Da hören wir, sehr saisontypisch und in einer bestens zur Jahreszeit passenden süssen Melodie von einem Engel. Wer will, kann es dabei belassen: Jö, ein Engel; am Morgen schon, so schön!

Wir müssen uns also nicht zurück in die späten 1960-er Jahre versetzen, wo der Song entstanden ist. Als erst Evie Sands, später noch viele andere starke Frauen, diese Hymne von selbst initiiertem vorehelichem Sex gesungen und die lyrische Engelin in den Morgen danach begleitet haben. Reuelos und selbstbewusst. Befriedigt, hoffentlich. Sicher aber ihrer Zeit voraus und damit Tabu-brechend.

Aber wir können.

Löwin im Winter
(aus der Ausgabe vom 27. November 2018)

Françoise Hardy war 74, als sie im Frühling mit ihrem neuen Album “Personne d’Autre” nach meinem Herz gegriffen hat. Marianne Faithfull ist 71 und sie will — und bekommt — mit ihrem neuen Werk “Negative Capability” auch ein Stück davon. Ja, melancholische Musik macht mich glücklich. 

Mindestens gleich happy stimmt mich aber der Umstand, dass diese beiden Frauen mit über 70 der Welt nochmal neue Musik präsentieren und damit beweisen, dass es nie zu spät ist, nochmal ein Projekt in Angriff zu nehmen. Nie.

“Negative Capability” ist voller Traurigkeit, hebt an mit dem Thema Missverständnisse; der Song “Misunderstanding” setzt den Ton. In “Don’t Go” geht es um den Tod ihres früheren Gitarristen Martin Stone. Später kommt Einsamkeit hinzu; in “No Moon In Paris” singt Faithfull “It’s lonely, as lonely as can be”, in “Loneliest Person” heisst es “You might be the loneliest person in the world, you’ll never be as lonely as me”.

Marianne Faithfull Francoise Hardy


Zwischendurch Wut. “They Come At Night” thematisiert das feige Bataclan-Attentat von 2015. “Born To Live” ist ein Abschiedslied, gewidmet Anita Pallenberg, der letztes Jahr verstorbenen Freundin. Und dann sind da die alten Songs, neu aufgenommen. Ihre eigenen — “Witches Song”, zum ersten Mal 1979 gehört auf “Broken English” und “As Tears Go By”, das Lied, das 1964 ihre Karriere begründet hat.

Spätestens die jetzige Version gehört ins Pantheon jeder persönlichen Musiksammlung. Aber auch ihr Cover von Bob Dylans “It’s All Over Now, Baby Blue” bekommt nochmal eine neue Interpretation. Für die Single “The Gypsy Faerie Queen” tritt einmal mehr Nick Cave mit ans Mikrofon; auch einer, der was von Melancholie versteht.

Das ganze Werk hat etwas endgültiges; kann als Schlusspunkt eines mehr als bewegten Lebens gehört werden. Die LA Times nennt es sehr schön "A poignant snapshot of a lioness in winter.”

Ich hoffe, es bleibt nicht dabei und Faithfull nimmt noch ein weiteres Projekt in Angriff. Und dann noch eins. Vielleicht zusammen mit Françoise Hardy. 

Protest-Songs
(aus der Ausgabe vom 5. November 2018)

Protest. Zum Ausdruck gebrachte Wut. Bekundung von Missfallen. Und in Form von Musik auch: Energie.

18 Protest-Songs. Von Frauen, natürlich.

Den Auftakt macht “You Don’t Own Me” von Lesley Gore. Sie war 17, als sie ihn aufgenommen und der (männlichen) Welt die unmissverständliche Botschaft entgegen geschmettert hat hat: “You don't own me, I’m not just one of your many toys. And don't tell me what to do. Don’t tell me what to say. Don’t put me on display. I'm young and I love to be young. I’m free and I love to be free. To live my life the way I want. To say and do whatever I please.”

Im Ruth Bader Ginsburg-Biopic “On The Basis of Sex” lautet ein männlicher Monolog: “They think gender equality is a civil right? Let’s put this idea to bed once and for all.” Die Antwort darauf ist so simpel wie klar: “Here Comes The Change” von Kesha.

Loretta Lynn feiert 1975 in “The Pill” die Selbstbestimmung, die die Pille Frauen ab 1960 ermöglicht hat.

In “Cauri” lässt Angélique Kidjo ein junges Mädchen die Wahl ihres Ehemanns durch ihre Eltern anklagen.

"Me And A Gun" aus dem Debüt-Album von Tori Amos. Sie thematisiert darin ihre Vergewaltigung als 21-Jährige.

Vergewaltigt wurde auch die Protagonistin in Rhiannon Giddens Song: Eine Sklavin, deren Baby, gezeugt durch ihren — es schmerzt nur schon, diesen Begriff zu schreiben — Besitzer, ihr jederzeit "At the Purchaser's Option” genommen werden kann.

Nicht besser ist es Joan Little ergangen. Allerdings war sie keine fiktive Person, sondern eine schwarze Frau, die 1974 im Knast einen weissen Wärter umgebracht hat, als der versuchte, sie zu vergewaltigen. Die Geschichte erzählt die New Harmony Sisterhood Band in “Ballad of Joan Little” u. a. mit der Songzeile “Joan, by defending her dignity / Helps us put an end to white and male supremacy”.

First Aid Kid bringen das verfluchte Thema auf dem Punkt. “You are the problem here / No one made you do anything / And I hope you fucking suffer” singen sie in “You Are The Problem Here”. Und niemand zweifelt, wer damit gemeint ist.

“Candyman” von Siouxsie and the Banshees ist ein Versuch, das Unaussprechliche an Kindesmisshandlungen in Worte zu fassen.

Um ein misshandeltes Kind geht es auch in ”Luka” von Suzanne Vega.

“Born This Way” ist Lady Gagas 2011er Hymne auf das Inklusive. Or wie sie sagt “My this-is-who-the-fuck-I-am anthem. I want it to be an attack, an assault on the issue”. Die Ansage im Songs selbst ist nicht weniger klar: “No matter gay, straight, or bi / Lesbian, transgendered life / I'm on the right track baby / I was born to survive”.

Traditionelle heterosexuelle Motive der Popkultur stellen 1993 auch Bikini Kill mit "Rebel Girl” auf den Kopf. Hier geht es um die Liebe zwischen Frauen, um Solidarität unter Frauen.

Gossip reagieren 13 Jahre danach mit “Standing In The Way of Control” auf Pläne für eine Änderung im US-Eherecht, die gleichgeschlechtliche Ehen de facto verboten hätte.

In “Peaceable Kingdom” nimmt Patti Smith zwei Themen auf: Den Tod der Amerikanerin Rachel Corrie, die 2003, sie war da gerade 23 Jahre alt, im Gaza-Streifen bei einem Friedensprotest von einem Bulldozer überfahren wurde sowie die Tatsache, dass die (amerikanische) Öffentlichkeit davon anders als bei gefallenen SoldatInnen kaum Notiz nahm.

Malvina Reynolds fragt “What Have They Done To The Rain" und politisiert damit gegen Nukleartests.

Die Sinnlosigkeit des Kriegs, jedes Kriegs, prangert Buffy Sainte-Marie in “Universal Soldier” an und PJ Harvey in “Let England Shake”

Und abschliessend der Song von 1977, dem Carole King dieser Tage ein neues Ende gegeben hat: One. Hier heisst es jetzt “Show them how it’s done / At the end of the day, we’ll be able to say: ‘Love won’”. Angepasst wurde der Text zwar aus aktuellem US-Anlass; gehört werden darf die Botschaft aber von Menschen rund um den Globus.

Cocktail-Party
Um Freunde zusammenzubringen, scheint uns die Einladungen zum Cocktail ideal. Wir reduzieren dabei die Auswahl an Drinks auf das klassische Minimum und greifen zur musikalischen Untermalung auf Playlists zurück, die wir in Zeiten mit Musse zusammengestellt haben. Diese hier ist genau lang genug für ein paar frühabendliche Drinks.

(Don't) Roll Eyes
Wir können nicht jedem Montag den Finger zeigen, nicht zu jeder Veranstaltung, die uns der Job aufzwingt, unser Lieblings-T-Shirt anziehen, nicht kontinuierlich seufzen, wenn sich die Kollegen einmal mehr wichtig, aber mit Belanglosigkeiten, zu Wort melden — und vielleicht wollen wir das ja, trotz klarer Haltung, auch gar nicht. Aber es gibt immer wieder Momente, in denen wir unsere Augen so stark rollen, dass uns schwindlig wird. Was in solchen Augenblicken — ob als innerer Protest, als kurze Flucht oder zur Selbstmotivation — meist geht, ist, sich kurz einen energiegeladenen Song aus der Kehle einer starken Frau anhören. Hier ein paar Vorschläge.

Silvester
24 Songs für den letzten Abend des Jahres.

Silvester 201 She's Got A Gun

Hier bin ich
Am 10. Oktober 2017 hat sich zum fünften Mal der Todestag d
es Hamburger Künstlers und Musikers Nils Koppruch gejährt.

Koppruch war von 1996 bis 2006 Sänger der Hamburger Band Fink. Danach veröffentlichte er zwei Solo-Alben: 2007 ‘Den Teufel tun’ und 2010 ‘Caruso’. “In Ermangelung akzeptabler Popmusik-Traditionen in Deutschland erfinde ich meine eigene Volksmusik", sagte er einmal. Unter dem Pseudonym SAM malte er Bilder, hier war die Inspiration der Punk.

Es gäbe mehr zu sagen über den Mann… Stattdessen lassen wir seine Musik sprechen — sein letztes Album ‘I’, 2012 zusammen mit Songwriter Gisbert zu Knyphausen als Kid Kopphausen veröffentlicht.

Warum steht hier.

Trost. Endlos viel Trost.
(aus der Ausgabe vom 22. Mai 2017)

Cigarettes After Sex, in El Paso, Texas, gegründet, heute in Brooklyn zu Hause, machen zwar schon seit neun Jahren Musik; ihr erstes komplettes Album erscheint jedoch erst dieser Tage. Wir dürfen uns auf Songs freuen, die wirken, als würde man sich an einem milden Frühlingstag mit einer sehr dunkeln Sonnenbrille auf eines dieser behäbigen Velos mit den dicken Reifen setzen, die man an den Strandpromenaden dieser Welt ausleihen kann und damit durch die Erinnerung an unsere Kindheit, ungefähr als wir zehn Jahre alt waren, fahren. Alles etwas wattig vielleicht, aber unglaublich tröstlich. So, als müsste die Zukunft der grossartigste Ort sein, den man erreichen kann.

Passt
(aus der Ausgabe vom 24. April 2017)

Depeche Mode liefern mit ihrem aktuellen Song ‘Where's The Revolution’ den Soundtrack zu unserer neuen Tasche.

Ursina empfiehlt...
Ursina Giger ist Songwriterin, Musikerin und Sängerin mit Graubündner Wurzeln. Exklusiv für She's Got A Gun empfiehlt sie Songs von Schweizer Musikerinnen. Eine Einladung zum Entdecken.

Unseren Beitrag über Ursina selbst gibts hier.

Going Where The Lonely Go
(aus der Ausgabe vom 24. März 2017)

Vor einem Jahr, am 6. April 2016, ist Merle Haggard verstorben; es war sein 79. Geburtstag. Ein Country-Musiker, dessen Werk man auch einiges abgewinnen kann, wenn man nichts von Country-Musik hält, denn Haggard machte zwar Country, lebte aber Rock 'n' Roll, wenn man diese Grenze überhaupt ziehen mag. Früh verlor er seinen Vater, geriet auf die schiefe Bahn und landete irgendwann in St. Quentin; dem Knast, der seine Bekanntheit unter anderem den Konzerten verdankt, die Johnny Cash dort gab. Merle sass in St. Quentin, als Cash 1958 das erste Mal dort auftrat. Sein Entscheid, Musiker zu werden, soll in direktem Zusammenhang mit diesem Erlebnis gestanden haben. Als Haggard dann 1994 in die Country Music Hall Of Fame aufgenommen wurde, nannte ihn Emmylou Harris “the poet of the common man”.  Hier fünf seiner Songs, die zeigen, warum.

Lieder über die Liebe
22 Love Songs ohne Kitsch. Fröhlich, verzweifelt, ernst, bissig, ironisch, still oder laut — weil es ganz unterschiedliche Gelegenheiten gibt, die nach guten Liedern über die Liebe verlangen.

In “You Drive Me Wild” von The Runaways ist die Leidenschaft von Joan Jett förmlich zu spüren. Dass sie das Stück wahrscheinlich über eine Frau geschrieben hat, passt zur Punkrock-Attitüde. 

The Magnetic Fields wissen, "The book of love is long and boring… Some of it is just really dumb.” Diese Objektivität macht Zeilen wie "I love it when you read to me, and you can read me anything” umso berührender. 

Und wenn Carrie Brownstein von Sleater-Kinney “Invite you back after the show, I’m the queen of rock ’n’ roll” singt, gibt es nur eine Antwort…

Top 20 Songs 2016
Ein Blick auf unsere 20 meist gehörten Songs aus dem letzten Jahr (minus das Werk der grossen von uns gegangenen Musiker und des Literatur-Nobelpreis-Gewinners) zeigt: Ganz schön melancholisch dieses 2016. Darum haben wir am Schluss dieser Playlist kurzerhand noch ein vergleichsweise fröhliches Stück angehängt.

Das passende T-Shirt zur Stimmung kommt aus Italien.

Berghain
Elf Songs von Bands und Künstlerinnen, die wir selbst im Berghain erlebt (oder verpasst) haben oder dort gerne mal erleben würden.

Leonard Cohen
Als uns die Nachricht erreichte, dass Leonard Cohen, geboren 1934, am 7. November 2016 verstorben ist, war es,
 als wäre ein Freund von uns gegangen. Jemand, der einfach immer da war. Hier schauen wir uns ein paar Episoden seines Lebens an, hören seine Musik, nochmal seine Worte.

Cole Porter 
Porter (1891-1964) war einer der bedeutendsten Songschreiber des 20. Jahrhunderts; über 1’200 Lieder stammen aus der Feder des Amerikaners. Seine elegante Musik war stark geprägt von ihrer Zeit und seinem Lebensstil — Porter war etwa schwul, aber verheiratet —, beeinflusst Musikerinnen und Musiker aber bis heute. Seine Lieder erzählen Geschichten über Liebe, Hoffnung und Begehren, über Sehnsucht und Verzicht. Hier unsere Lieblings-Songs.

Vgl. Ausgabe vom 14. Oktober 2016.

Janis Joplin
Der Einfluss, den Janis Joplin (1943-1970) auf spätere Generationen hatte, ist nur schwer abzuschätzen.

Ein Leben, in dem wir uns nicht auf Janis berufen können, möchten wir uns nicht vorstellen. 

Hier gibt es unsere Hommage.

Punk
Unsere Lieblings-Punksongs 40 Jahre nach Beginn der Punk-Bewegung im Sommer 1976. 

Mehr zum Thema habe ich hier.

Prince
Eine Lücke, die nicht gefüllt werden kann, hat Prince (1958-2016) hinterlassen. Hier unsere persönliche Auswahl von 14 seiner Songs abseits der Hits. Wir respektieren sein Bestreben, seine Musik nicht kostenlos online zugänglich zu machen und beschränken uns auf eine Liste.

Vgl. Ausgabe vom 22. April 2016.

The Cross - Sign O' The Times 
Superfunkycalifragisexy - The Black Album
Horny Toad - B-Seite von Delirious
Chelsea Rodgers - Planet Earth
She Loves Me 4 Me - The Rainbow Children
Creep (Radiohead Cover) - Live At Coachella 2008
Lavaux - 20Ten
Dear Mr. Man - Musicology
Marz - PLECTRUMELECTRUM
Cindy C. - The Black Album
Strollin' - Diamonds And Pearls
My Name Is Prince - Symbol
Starfish And Coffee - Sign O' The Times 
Family Name - One Nite Alone... Live!