Juliette Lewis
(aus unserer Ausgabe vom 1. Juni 2016)
Juliette Lewis, wir kennen sie vornehmlich als Schauspielerin, macht auch Musik. Und zwar richtig. Oder gibt es einen besseren Grund, eine Band zu gründen, als die Inspiration durch Blondie? Für Juliette 2003 nach dem Besuch eines Konzerts von Debbie Harry & Co. so geschehen. Die Band nennt sie unbescheiden Juliette & The Licks, die Musik ist treibender, immer ganz kurz vor der Übertreibung stehender Garagenrock.
2005 erschien mit "...Like A Bolt Of Lightning" erst eine EP, dann "You're Speaking My Language", das erste Album; 2006 bereits das zweite, ”Four On The Floor”. Dave Grohl von den Foo Fighters war da schon so begeistert von der Band, dass er darauf das Schlagzeug übernahm.
Ich habe Juliette & The Licks zum ersten Mal 2007 im Rahmen des Hamburger Reeperbahn-Festivals live gesehen und war begeistert. Juliette fegte wie ein Tornado über die Bühne, bog sich, wälzte sich am Boden, sprang schweissgebadet ins Publikum. Ihre Energie erinnerte mich an Konzertaufnahmen der grossen Bette Midler; ich war entsprechend hingerissen.

"What's exciting to me is the live show... It's the last untouchable medium."
Juliette Lewis

Einblicke in ihre eindrückliche Bühnenpräsenz und Aufschluss über ihre Philosophie als Musikerin gibt die kürzlich veröffentlichte halbstündige Dokumentation "Hard Lovin' Woman".
2009 legte Juliette die Licks dann zu den Akten, veröffentlichte das Solo-Album "Terra Incognita" und konzentrierte sich wieder auf die Schauspielerei, spielt(e) in den Krimiserien "Secrets And Lies" und "Wayward Pines” mit. Aber: Es gibt gute News. Die Licks sind wieder vereint. Sie touren aktuell mit ihrem neuen Album “Hello Hero”.
Heldenhaft
Unsere Anspieltipps:
Inklusive das langsame, ruhige, nachdenkliche Stück "Long Road Out Of Here".